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01.04.2015 15:54
Kategorie: Wellness, Kulinarik, Nicole
Von: Nicole

Einfach einmal dem süßen Nichtstun frönen ...

Überbordende Posteingänge, nie enden wollende To-Do-Listen und ein ständiger Termindruck, der einem im Nacken sitzt – angesichts dieses stressigen Berufsalltags unserer heutigen Leistungsgesellschaft ist es kein Wunder, dass immer mehr Menschen an Burn-Out erkranken.


Um uns zu erholen und neue Kräfte zu tanken, haben sich daher meine Kollegin Conny und ich spontan dazu entschlossen, einen Kurztrip nach Warth ins Hotel Steffisalp zu machen und ein bisschen zu wellnessen.

Nach langer, scheinbar endloser Anreise, regte sich schon unser Magen und wir gönnten uns zur Stärkung einen kleinen Mittagssnack auf der Sonnenterrasse des Steffisalp, die direkt an der Skipiste liegt. Leider war es an diesem Tag ziemlich bewölkt und auch ein bisschen regnerisch, sodass wir uns das Skifahren gespart und uns bald in den Wellnessbereich zurückgezogen haben.

Rein in den Bikini und ab in den kuscheligen Bademantel - jetzt sind wir gerüstet für das fröhliche Nichtstun. In flauschigen Badeschuhen latschten wir zum Aufzug und dann ging’s schnurstracks direkt in den Wellnessbereich.

Der Vitalpool wurde durch ein harmonisches Lichtspiel aus rot, blau, violett und grün in ein sanftes Licht getaucht, sodass dessen Mosaiksteine geheimnisvoll funkelten. Auch das riesige Panoramafenster mit Blick auf die umliegenden Berge bot ein tolles Bild.

Froh darüber, ein paar Liegen zu ergattern, legten wir uns gleich neben den Pool. Aber zu früh gefreut! Lärmende und plantschende Kinder machten unserem Plan, ein bisschen zu dösen, zunichte. Gott sei Dank gab es einen erholsamen Ruheraum, in den wir uns zurückziehen konnten. Außerdem durften die Kinder sowieso nur bis 16.30 in den Wellnessbereich und daher herrschte bald eine angenehme Ruhe, die durch das Plätschern der Massagedüsen im Vitalpool untermalt und manchmal auch vom Schnarchen der Männer, die eingeschlafen waren, unterbrochen wurde. Oh Mann, die hätten wirklich einen ganzen Wald absägen können! Abgesehen davon war der Ruheraum ganz nach meinem Geschmack: Meine Lieblingsfarbe Grün erstrahlte von den weichen Matratzen mit flauschigen Decken und ein gedimmtes Licht tauchte den Raum in einen warmen Schein.

Um dem Sägen zu entfliehen, testeten wir schließlich den Saunabereich. Ich als Sauna-Neuling wollte zuerst das Dampfbad unter die Lupe nehmen. Und ganz intelligent wie ich war, spritzte ich die Bank mehrmals mit kaltem Wasser ab, weil mir zu heiß wurde. Erst später dämmerte es mir, dass ich dadurch nur noch mehr Dampf erzeugt hatte! Der Hausverstand lässt grüßen ;)

Um 18.00 gab’s dann einen Saunaaufguss „Eukalyptus“  in der Finnischen Sauna mit Saunameister Christian. Den durften wir uns natürlich nicht entgehen lassen! Mit dem Schöpflöffel goss er Wasser mit Eukalyptusextrakt auf die heißen Steine und wehte und fächerte dann mit seinem Saunatuch in der Luft herum, sodass sich der Dampf angenehm verbreitete. Die ersten beiden Aufguss-Durchgänge gingen noch, aber dann begannen wir richtig zu schwitzen und überlegten laut, ob wir schon rausgehen sollten. Christian warnte uns jedoch scherzhaft, dass, wenn wir jetzt schon aufgeben würden, wir eine Runde an der Kaminbar zahlen müssten. Das wollten wir natürlich nicht auf uns sitzen lassen und hielten eisern durch. Aber nach dem dritten Durchgang wurde es auch einem anderen Pärchen zu viel und sie verließen vor dem vierten und letzten Aufguss die Sauna – und wir gleich hinten nach ;) So lieferten sie Conny und mir eine willkommene Ausrede, um auch der Hitze zu entfliehen. Schließlich waren wir jetzt nicht mehr die ersten, die wortwörtlich das Handtuch geworfen hatten!

Dennoch war der Eukalyptus-Aufguss für meine schnupfige Nase eine wahre Wohltat, da er mir half, wieder frei durchzuatmen. Es hätte auch noch eine Biosauna, ein Kneippfußbecken und eine Lady’s Sauna gegeben, aber da das mein erster Saunaausflug war und ich meinen Kreislauf nicht allzu sehr überfordern wollte, ging’s zurück in den Ruheraum. Wichtig ist auf jeden Fall viel zu trinken, um den Flüssigkeitsverlust wieder auszugleichen.

Um 19.00 war es dann endlich soweit – meine erste Massage! Und wie es das Schicksal so will, war Saunameister Christian gleichzeitig auch mein Masseur. Wie sich später herausstellte, ist er ein Allround-Talent und veranstaltet auch die Rodelabende, bei denen er mit einem Traktor die Gäste auf ihren Schlitten den Hügel hinaufzieht und nach einer rasanten Talfahrt einen Glühwein mit ihnen trinkt. Die Massage war wirklich toll: Manchmal zwar ein bisschen schmerzhaft als er meine verspannten Rücken- und Nackenpartien massierte, aber gegen Ende hin stellte sich Tiefenentspannung ein. Es begann richtig in den Beinen zu kribbeln als seine geübten Hände die Knoten im Schulterbereich bearbeiteten. Gemeinsam mit der einlullenden, ruhigen Musik wäre ich fast eingeschlafen.

Nach diesem „anstrengenden“ Tag freuten wir uns richtig auf das 5-gängige Abendessen. Und wir wurden nicht enttäuscht! Nach einem knackigen Salat folgten eine Tomatencremesuppe mit Ginobers, Geflügel-Yakitori-Spießchen auf Wakame-Algen, Rehragout „Diana“ mit sautierten Waldpilzen dazu Pommes Williams und Schwarzwurzelgemüse und zum krönenden Abschluss eine Apfeltarte mit Zimteis auf nussiger Karamellsauce und regionale und internationale Käsespezialitäten vom Brett. Dazu lässt sich nur eins sagen: Yummy ;).

Beim frühmorgendlichen Aqua-Fit mit Simone trainierten wir die Kalorien vom Vortag wieder ab. Als Morgensport ist Aqua-Fitness wirklich super, um die müden Lebensgeister zu wecken und in Schwung zu kommen. Und das Beste: Man schwitzt nicht dabei und wenn man es richtig anstellt, werden auch die Haare nicht nass, sodass wir uns vor dem Frühstück nicht noch einmal duschen mussten. Schwärmen konnten wir auch vom herzhaften Frühstücksbuffet, das wir uns danach redlich verdient haben: Von verschiedensten Gebäck- und Marmeladensorten über eine Vitalecke mit verschiedenen Obstsorten und Joghurt bis hin zur deftigen Ecke mit Wurst, Käse, Eierspeise und Würstel – es gab wirklich alles, was das Herz begehrt. Und natürlich mussten wir auch (fast) alles probieren.

Gestärkt und entspannt mussten wir dann leider auch schon wieder unsere Heimreise antreten. Ein Mittelding aus sportlich-aktivem und erholsam-genussvollem Kurzurlaub ist wirklich die beste Mischung, um neue Energie für den Alltag zu tanken!

Quelle: Warth, Hotel Steffisalp

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