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01.10.2015 08:55
Kategorie: Kultur, Events & Ausflüge, Kristina
Von: Kristina

Herbstzeit ist Ausflugszeit

Der Herbst zeigt sich derzeit von seiner schönsten Seite: Die letzten warmen Sonnenstrahlen kitzeln unser Gesicht und die bunten, von den Bäumen herabgefallenen Blätter rascheln unter unseren Füßen – sofort werden Erinnerungen an Herbstspaziergänge in der Kindheit wach. Ich finde, diese angenehmen Tage sollte man nützen, um alleine, mit Freunden oder der ganzen Familie - einen Ausflug zu machen.


Nun gut, Ausflüge können so sein, dass man mit dem Auto bis zur gewünschten Sehenswürdigkeit fährt und diese unter die Lupe nimmt. Ausflüge können aber auch so aussehen, dass man diese mit sportlicher Bewegung verbindet und so einen kleinen Tagesausflug daraus macht, so wie ich das zum Beispiel bevorzuge. Dass es in unserer Landeshauptstadt Innsbruck viele, viele Dinge zu sehen und entdecken gibt, ist klar – nicht umsonst füllt sie unzählige Seiten von Touristenratgebern. Starten sollte dieser kleine Erkundungstrip rund um Innsbruck mitten in der Stadt: Ein gemütlicher Spaziergang am Inn entlang bewirkt wahre Entspannungswunder! Der Fluss, viele heruntergefallene Kastanienblätter und ihre Früchte – ein Traum in grün-braun ;-)

Kurz vor dem alten Riesenrundgemälde führte der Weg über eine Brücke auf die andere Flussseite und schon bald bergauf: Wir folgten der Beschilderung in Richtung „Alpenzoo“. Nein, da wir keine kleinen Kinder mehr in der Runde hatten, ging’s dort nicht hinein, aber im vorbeigehen kann man auch den einen oder anderen Blick erhaschen – und allein vom Geruch her kann man gut erkennen, dass sich in der Nähe Tiere befinden. Über einen schmalen Forstweg, am Zoo vorbei, führt uns die Strecke immer weiter nach oben. Ab und zu bringt uns eine kleine Ansteigung zum Schnaufen, alles in allem ist es aber eher ein feiner Spazierweg, der es zulässt, sich nebenbei zu unterhalten. Bald schon erreichen wir erste Häuser und erahnen das baldige Erscheinen der Bergstation der Hungerburgbahn – unserem auserkorenen Ziel. Und nach einigen Gehminuten durch das Wohngebiet von Mühlau erscheint es vor uns: Das große, moderne, weiße Gebilde, welches die Bergstation und somit auch die Aussichtsplattform markiert. Innsbruck von oben (naja, zumindest aus einigen Metern Höhe) sieht wirklich sehr schön aus: Der Inn, die vielen Kirchen und Häuser – wir alle verharrten für einige Minuten still und genossen die einmalige Aussicht, auch wenn sich der Himmel über uns nicht wolkenlos präsentierte. Bevor es wieder in Richtung Stadt ging, stärkten wir uns mit einer kleinen Einkehr.  Den Rückweg legten wir nämlich etwas schneller zurück, als jenen nach oben: Mit der im Jahr 2007 neu errichteten „Sektion I Hungerburg“ ging’s in Windeseile nach unten. Wirklich imposant, wie die erstmalig 1906 errichtete Bahn (damals noch ein Holzkastenwagen mit eiserenem Untergestell) sich über die Jahre entwickelt hat!

Mit einem gemütlichen Spaziergang zurück in die Innenstadt fand dieser nette Nachmittag einen würdigen Ausklang.