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14.01.2015 15:46
Kategorie: Wellness
Von: Daniel

Verspannungen adé!

Wellness-Masseur und Yoga-Trainer Joe gibt „Do-it-yourself-Tipps“ für Verspannungen im Büro-Alltag


Für alle, die einmal eine Arbeitsstelle im Büro hatten oder nach wie vor haben, sind Verspannungen im Nacken und im Rücken längst keine Neuigkeit mehr. Abhilfe dagegen kann man mit verschiedenen Dingen jedoch sogar selbst schaffen. Diesbezüglich haben wir uns neulich mit Joe, der seit Jahren Masseur und Yoga-Instruktor im Aktivhotel Gaspingerhof in Gerlos ist, unterhalten. Hier ein kleiner schriftlicher Auszug aus unserem Gespräch:

Alpenblogger:
Hey Joe, vielen Dank, dass du dir die Zeit nimmst, dein Wissen ein wenig mit uns zu teilen.

Joe:
(Lacht.) Sehr gerne!

Alpenblogger:
Was sind deiner Meinung nach die Faktoren, die im Büroalltag Verspannungen fördern.

Joe:
Die Einseitigkeit des vielen Sitzens ist natürlich nicht allzu günstig, doch kommt man da, glaube ich, nur bedingt drum herum. Gelegentlich während der Arbeit aufzustehen und ein paar Schritte zu gehen ist auf jeden Fall empfehlenswert. Man sollte sicherlich auch darauf achten, dass man richtig sitzt. Gerade und aufrecht ist schon mal Grundvoraussetzung, dann sollte die Höhe des Bürostuhls so eingestellt werden, dass die Arme und Beine in etwa im rechten Winkel sind und die obere Kante des Bildschirms in etwa auf Augenhöhe liegt. Wer dazu motiviert ist,  kann auch gerne ein paar Lockerungs- und Dehnungsübungen im Büro machen.

Alpenblogger:
Hast du ein paar leichte Übungen, die du uns ad hoc empfehlen kannst (und die nicht allzu kompliziert sind)

Joe:
Solche Übungen sind ganz selten kompliziert. Für Nacken und Schultern könnte man z.B. ein paar Minuten lang Nacken- oder Schulterkreisen machen, oder ganz einfach die Arme in die Höhe strecken und ruhig atmen – aber alles immer mit der Ruhe, man will sich ja schließlich entspannen und keinen Leistungssport betreiben. (Lacht.)

Alpenblogger:
Wir haben gehört, neben einseitigen Bewegungsabläufen (oder eben gar keiner Bewegung) sei Stress der Faktor Nummer 1, der zu Verspannungen führt – was sagst du dazu?

Joe:
Das ist definitiv so! Man würde gar nicht glauben, wie belastend Stress tatsächlich ist, sowohl körperlich als auch geistig. Was mir in solchen Situationen immer geholfen hat, war entweder ein entspannendes heißes Bad für 20 Minuten oder diverse Yoga- oder Meditationsübungen.

Alpenblogger:
Aber auch das Meditieren muss doch gelernt sein, um damit wirklich geistige Entspannung zu erreichen, oder?

Joe:
Zu lernen und zu erfahren gibt es in Sachen Meditation sicher unendlich viel, aber um sich zu entspannen, muss man ja nicht gleich ein buddhistischer Mönch werden. (Lacht.)
Einfach einmal nichts zu tun und die Ruhe zu genießen ist auch schon sehr viel wert, wer aber tatsächlich in die Meditation einsteigen möchte, kann mit einer einfachen Übung beginnen:
Das Ziel sollte sein, den Kopf völlig frei zu bekommen – dazu muss man anfangen, sich von allen Gedanken, die man hat, loszulösen. Dazu widmet man sich jedem Gedanken, der im Kopf herumschwirrt, einzeln ganz genau, und wenn man ihn zu Ende gedacht hat, löst man sich von ihm los, verabschiedet sich sozusagen von ihm und lässt ihn frei, wenn man so will. Irgendwann sollten auf diese Weise alle Gedanken verschwunden sein, und am Ende konzentriert man sich nur noch auf den eigenen Atem, und dabei meine ich nicht, den Atem zu steuern oder zu kontrollieren, sondern ihn einfach nur zu beobachten und seinen Lauf zu lassen – ob man dabei sehr tief oder weniger tief einatmet, spielt keine Rolle, das Wichtigste ist, das man die Kontrolle loslässt und nichts erzwingt oder steuert. Es erfordert zwar auch etwas Übung, bis man diese „gedankliche Stille“ erreicht, doch nach ein paar Wochen Übung klappt das schon ganz gut.

Alpenblogger:
Wow, nun bekommen wir langsam eine Ahnung davon, warum du so gelassen wirkst! Vielen herzlichen Dank für das spannende Gespräch, mit diesem Wissen ausgestattet werden wir wohl allen Verspannungen den Kampf ansagen können – aber wenn gar nichts hilft, dann kommen wir einfach ins Aktivhotel Gaspingerhof zurück und lassen uns von dir so richtig durchkneten!

Joe:
(Lacht.) Klingt doch nach einem guten Plan, ich bedanke mich auch recht herzlich für das Gespräch, hat mich sehr gefreut.

Joe

Masseur Joe