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13.07.2015 13:39
Kategorie: Wandern, Kristina
Von: Kristina

Wir begrüßen einen neuen Sommertag ...

... und zwar in über 2.300m Höhe. Die Serie meiner sportlichen Nachtaktivitäten scheint nicht abzureißen. In der vergangenen Woche machten Nicole und ich uns gemeinsam mit einer Gruppe von zehn weiteren emsigen Wanderern auf, um den neuen Sommertag auf dem Narrenkogel im Ötztal zu begrüßen.


Die Begriffe Sommer und Tag in diesem Zusammenhang zu nennen, wäre bei einer Startzeit von 4.00 Uhr früh und einer Temperatur von etwa 5°C im Tal aber wohl etwas übertrieben.
Als der vertraute Weckton meines Handys um drei Uhr morgens in mein Bewusstsein eindrang, fiel es mir dieses Mal besonders schwer, das gemütliche Bett zu verlassen. Denn um direkt vor Ort zu sein, bezogen Nicole und ich bereits am Vortag der geplanten Wanderung ein wunderbar-behagliches Zimmer im Niederthaier Falknerhof.

Nach einem kleinen aber feinen Bergsteiger-Frühstück mit Butter, Wurst, Käse, Tee und Kaffee gestärkt, machte sich unsere 12 Mann und Frau, sowie 4 Hunde starke Truppe auf den Weg – das Abenteuer konnte beginnen! Nach einer kurzen Abkürzung mit dem Auto über den Horlachbach und am Feuerwehr-Haus vorbei, hieß es bei der Jausenstation Bichl Stirnlampen einschalten und Wad’l bereit machen für den folgenden Anstieg. In der Dunkelheit kam besonders die ganze Schönheit des sichelförmigen Mondes über uns zur Geltung.
Den Kopf der Gruppe bildete Wanderführerin Steffi Falkner, die ihre Mannschaft sicher zum Gipfel und wieder zurückführte. Über einen breiten Forstweg wurden die ersten Meter zurückgelegt, ehe wir an der linken Seite den Einstieg zu einem mit Steinen übersäten Steig betraten. Im Konvoi ging’s so nach oben und unsere energische Truppe gewann schnell an Höhe. Nach etwa einer Stunde erreichten wir erstmals eine kleine Lichtung und die bereits angebrochene Dämmerung erlaubte ein Voranschreiten ohne das künstliche Licht auf unserem Kopf. Während des Aufstiegs herrschte eine angenehme Stille: Alle Teilnehmer der Wanderung waren in sich gekehrt, genossen die Schönheit der Tiroler Berge, lauschten dem morgendlichen Gezwitscher der Vogelwelt – oder benötigten die Luft schlichtweg zum Atmen. Nach einer angenehmen Verschnaufpause folgte der etwas schwierigere Teil unserer Tour: Der Anstieg auf den Gipfel erfolgt nämlich über einen Steig. Ein mit wunderschön rosarot-blühenden Alpenrosen gesäumter, aber auch anspruchsvoller Weg, führte an den Gipfel heran. Der bereits bevorstehende Sonnenaufgang zwang uns trotz der Steilheit zu einem höheren Tempo, wodurch sich unsere Gruppe in mehrere Teile aufspaltete. Unsere Anstrengungen machten sich aber bezahlt: Um Punkt 06.00 Uhr morgens durften wir am Gipfelkreuz die Sonne und einen weiteren traumhaften Juli-Tag begrüßen. Der Vollständigkeit halber muss ich mich korrigieren. Am Gipfel warten zwei Kreuze: Ein Kreuz steht für Niederthai, das zweite markiert den Punkt für Umhausen.
Nach und nach trudelten alle Teilnehmer unserer Gruppe ein und beglückwünschten sich gegenseitig mit einem überglücklichen „Berg Heil“. Was Frau Falkner in petto hatte, machte uns allerdings sprachlos: In ihrem Rucksack hatte sie nicht nur Wechselkleidung, Mütze und Handschuhe dabei, auch eine Flasche Prosecco und Sektgläser zählten zu ihrem Proviant.
Nach dem hochprozentigen Genuss und einer großzügigen Fotopause auf dem Gipfel, folgte ein gemütlicher Abstieg.

Zurück im Hotel Falknerhof erwartete uns die verdiente Belohnung: Ein echtes Genießerfrühstück inklusive Spiegelei, Müsli & Co. brachte uns die Energie für den restlichen Tag!

Mond

Aufstieg

Anstoßen

Panorama

Hund

Frühstück