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13.08.2014 11:17
Kategorie: Wandern
Von: Daniel

Bergsteigen am Höhepunkt Tirols – Teil 1

Wer das Ötztal in seinen höchsten Regionen erleben möchte, wird mit dem Ötztal Trek genau die richtige Weitwanderung gefunden haben.


6 Teilrouten, 22 Etappen, 30.000 Aufstiegshöhenmeter und 400 km Strecke – das sind die Eckdaten dieser einmaligen Weitwanderung, die in Ötztal Bahnhof startet und über Scharten, Grate und Gipfel und vorbei an etlichen Hütten bis nach Obergurgel und Vent und wieder retour führt. Einige Etappen führen durch das ewige Eis, dort fehlen gelegentlich Markierungen und Beschilderungen, daher ist eine genaue Tourenplanung im Voraus ebenso notwendig wie das Abrufen des Wetterberichtes. Das Tragen von Wanderausrüstung wie knöchelhohe Bergschuhe, Wind-, Regen- und Sonnenschutz, Kappe und Handschuhe sowie die Mitnahme eines Erste-Hilfe-Pakets sind Pflicht für jeden Bergsteiger.

In sechs Teilen möchten wir euch die großartige Weitwanderung, die der Ötztal Trek darstellt, vorstellen. Hier im ersten Teil erfahrt ihr von den Etappen 1-4 – Viel Spaß beim Lesen!

Etappe 1: Einsame Pfade entlang von Weilern und Morseen

Die Etappe startet östlich der Ortseinfahrt von Ötztal Bahnhof, und zwar bei der Bauschuttdeponie Richtung Larchet und Höpperg. Es folgt ein in Serpentinen verlaufender Steig im Wald hinauf, bis man auf einem Fahrweg nach Larchet wandert. Vor der Kapelle rechts Richtung „Grün“, bis man bei der Abzweigung nach Höpperg erneut rechts abbiegen muss. Bei den Häusern angelangt nicht am asphaltierten Fahrweg halten, bis er abwärts läuft – dann links zum Steig abzweigen. Bald ist das versteckte Highlight dieser Etappe erreicht, der Brandsee oder auch Amberger See (je nachdem, unter welchem Namen man den See kennt)! Durch den Wald führt die Route zuletzt auf einem Fahrweg Richtung „Sattele“, welcher am Ende in einen Steig übergeht. Am Sattele östlich der Straße den mit 45 Minuten angeschriebenen Steig nach Marlstein nehmen. Von Marlstein geht es bald leicht hinunter nach Mareil und anschließend auf dem Kaiser-Franz-Josef-Weg links der Straße folgen. Nun sind es nur noch 200 Höhenmeter bis zur Dortmunder Hütte.

Etappe 2: Wie ein Meer im Hochgebirge

Die Etappe startet am Ortsbeginn von Kühtai in Richtung „Finstertaler Scharte“ bzw. „Schweinfurter Hütte“.  Östlich der Straße zum Finstertaler Stausee führt der Steig dann durch Wiesen aufwärts. Nach einem Steilhang erreicht man die Dammkrone des Stausees. Weiter geht es östlich des Sees entlang bis der Steig am südlichen Seeufer recht steil in einen Kessel empor- und in Folge steil hinauf zur Finstertaler Scharte führt. Beim Abstieg leitet die Route durch Almgelände, ehe sie in Serpentinen und meist neben dem Bach hinab zur Schweinfurter Hütte führt, welche an der Stelle steht, wo das Horlachtal und das Zwieselbachtal aufeinander treffen.

Etappe 3: Ab durch das Zwiebeltal

Start in Richtung „Winnebachseehütte“ und auf dem Fahrweg das Zwieselbachtal einwärts wandern. Vorbei an der Zwieselbacher Sennhütte und weiter aufwärts im grünen Zwieselbachtal. Auf 2.150 m endet der Fahrweg, von da an wandert man auf einem Steig voran underreicht in der Folge ein großes Geröllfeld, das am rechten Rand ansteigend durchschritten wird. Die Route führt im Hochsommer eis- und schneefrei auf das Zwieselbachjoch – zuletzt rechts neben dem Zwieselbachferner. Jenseits des Sattels geht es zügig hinunter und durch das Winnebachkar erreicht man schließlich die Winnebachseehütte.

Etappe 4: Entlang des Grieser Gletschermarsches

Von der Winnebachseehütte zieht der Steig zunächst in Serpentinen hinauf, vorbei an der Ernst-Riml-Spitze. Kurz vor  dem Bachfallenferner muss nochmals steil und in kleinen Kehren über die Moräne hochgestiegen werden. Sehr aufregend ist der Übergang über den Bachfallenferner. Auf die Gaislehnscharte, dem höchstem Punkt der vergangenen Etappen, muss noch gekraxelt werden, doch es lohnt sich auf alle Fälle. Steiler Abstieg durch das Schrankar ins Hintere Sulztal und zur Amberger Hütte.

Bildquelle: TVB Ötztal

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