< Der Grüne Rätselring
22.07.2014 09:15
Kategorie: Kultur, Events & Ausflüge
Von: Daniel

Ein Haus mit Tradition…

Max und Margit Kaufmann erzählen von der bewegten Geschichte ihrer „Alten Krone“ in Mittelberg…


Alpenblogger:
Hallo Max, Hallo Margit, vielen Dank, dass ihr euch die Zeit für dieses Gespräch nehmt, ihr seid ja beide schwer beschäftigt!

Margit Kaufmann:
[lacht] Ja, wenn man in einem Familienbetrieb arbeitet, dann packt man eben überall mit an!

Alpenblogger:
Da du gerade Familienbetriebe ansprichst...
War die Alte Krone schon immer im Besitz eurer Familie

Max Kaufmann:
Nicht von Anfang an - in den alten Chroniken taucht das Haus erstmals mit 1795 als Wirtshaus auf. Wenn ich das richtig im Kopf habe, wurde es ab dem Jahre 1808 "Mohrenwirtschaft" genannt. 1866 wurde das alte Haus abgerissen und als "Kronenwirtschaft" neu erbaut. Seit 1893, als Eduard Seelenmayer das Haus kaufte, beginnt die mit unserer Familie verbundene Geschichte des Hauses. Er hatte übrigens fünf Kinder - Max, Antonia, Meinrade, Bernadette und Karl. Letztere drei, alle ledig, übernahmen nach dem Tod der Eltern die Kronenwirtschaft.

Alpenblogger:
Gibt es Anekdoten oder „wissenswerte Randinformationen“ aus dieser Zeit?

Margit Kaufmann:
Wissenswert ist vielleicht, dass das Hotel damals noch dort stand, wo sich heute unser Landhaus befindet. Sehr spannend finde ich auch die Gästeliste – da waren doch einige „Promis“ dabei -  Albert und Moritz Einstein, Fürst Friedrich von Hohenzollern-Siegmaringen, Kronprinzessin Cecilie von Preussen, General de Gaulle usw.

Alpenblogger:
…und wie ging es weiter, als Meinrade, Bernadette und Karl den Betrieb führten?

Max Kaufmann:
In den 40er Jahren stieg der Besucherstrom stark an und Zentralheizung und fließend Wasser wurden eingebaut. Theresia Amann, die Tochter von Antonia, trat 1953 in den Betrieb ein und baute 1965 mit ihrem Gatten, dem Förster Hubert Kaufmann, am heutigen Platz die jetzige "Alte Krone".

Genau 100 Jahre nach dem ersten Neubau - am 14.01.1966 - wurde das neue Haus festlich eingeweiht. 1968 kam dann das Hallenbad dazu, darauf wurden 1972 die Komfortzimmer gebaut, da sich der Tourismus bis dorthin so stark entwickelt hatte. Bis 1987  wurde das alte Haus noch als Personalunterkunft und Skischulbüro genutzt, dann hat man es im Jahre 1988 abgerissen und unser heutiges "Landhauses" mit seinen gemütlichen Ferienwohnungen entstand.

Alpenblogger:
…und seit wann obliegt die Führung des Hotels der jetzigen Generation der Familie?

Max Kaufmann:
1995. Wir haben damals auch noch einmal einen recht umfangreichen Umbau durchgeführt, sodass wir heute den 3-Sterne-Superior-Titel führen dürfen.

Alpenblogger:
…und euer Motto für die Zukunft?

Margit Kaufmann:
Wie soll man sagen…. Familientradition verpflichtet! Nach dem Vorbild von uns vorangegangenen Generationen führen auch wir den Betrieb mit viel Fleiß und Engagement weiter und versuchen stets, die persönliche und familiäre Atmosphäre zu vermitteln, die unsere Alte Krone ausmacht.

Alpenblogger:
Klingt großartig – vielen Dank für das tolle Gespräch.

Geschichte Alte Krone

Max und Margit