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11.06.2015 11:21
Kategorie: Kristina, Kultur, Events & Ausflüge
Von: Kristina

Rettet die Bienen!

Natürlich ist auch uns Alpenbloggern unsere liebe Mutter Erde und die Natur alles andere als egal. Wir lieben die Berge, die Landschaft und die grünen und bunten Wiesen und Wälder Tirols. Vor allem lieben wir aber auch leckere Naschereien wie Erdbeeren, Apfelkuchen und Honig – Dinge, die es bald nicht mehr geben wird?Die Kampagne „Rettet die Bienen“ ist derzeit in aller Munde - auch wir wollen auf diesen Rettungszug für die kleinen Tierchen aufspringen und haben uns mit dem schwarz-gelben Insekt einmal näher befasst.


Warum ist ein nur wenige Zentimeter großes Insekt so wichtig für uns Menschen, ja für das gesamte Leben auf der Erde?

Auch wenn es bereits ein Weilchen her ist, vielleicht erinnern wir uns kurz an den Biologieunterricht in der Volksschule zurück. Dort haben wir gelernt, dass Bienen Pflanzen bestäuben. Sie übertragen also die Pollen mit den darin befindlichen Spermazellen auf die empfänglichen Blütenteile und „befruchten“ somit die Pflanze. Die Biene hat also einen sehr wichtigen Job, würde es sie nicht mehr geben, kümmert sich auch keiner mehr um die Fortpflanzung von Rosen, Vergissmeinnicht und Co.

Spaß beiseite, was sich auf den ersten Blick vielleicht noch etwas harmlos anhört, ist ein wirklich ernstes Problem, denn wir haben es den Bienen nicht nur zu einem hohen Prozentsatz zu verdanken, dass wir überhaupt in den Genuss von Obst kommen, sondern dass wir überhaupt existieren. Albert Einstein hat dies bereits vor Jahren erkannt: „Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben. Keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, kein Mensch mehr.“

Uns Menschen würde es vorerst nicht so schlimm treffen, ein Verlust der Artenvielfalt wäre jedoch praktisch vorprogrammiert: Da Bienen die Hauptverantwortlichen der Farbenvielfalt unserer Pflanzen sind, wäre es ohne sie plötzlich eintönig und grün – viele Gewächse und Blumen würden schlichtweg aussterben. Was wiederum Auswirkungen auf die Tierwelt hätte: viele Singvögel, Käfer und auch Insekten ernähren sich nämlich von Pflanzen und ihren Samen. Hier schließt sich also der Kreis.
Trotz allem muss man sich eingestehen, dass es wieder einmal die Menschheit selbst war, die durch den Einsatz von Pestiziden und Giftstoffen schädlich für das kleine Nutztierchen geworden ist.

Wie können wir also unsere begangenen Fehler ausmerzen?

Vor allem fehlt den kleinen Tieren Futter und ein passender Lebensraum (zu saubere Gärten, Einsatz von Gift).  
Jeder einzelne kann dazu beitragen, dass sich die Bienen bei uns wieder wohler fühlen, z.B. können wir sie „füttern“ indem wir Blumen in allen Farben und Formen im Garten oder auf dem Balkon einsetzen, Blühstreifen im Garten säen, weniger Mähen und ganz wichtig: keine Chemie anwenden!

Also Leute, bepflanzt eure Grünflächen was das Zeug hält und heißt die Bienen in euren Gärten willkommen – wir sind es unserer Natur schuldig!

Dieser Artikel wurde mit freundlicher Unterstützung und Informationen der Organisation muttererde.at verfasst.

Bienenwiese

Rettet die Bienen