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17.09.2014 14:22
Kategorie: Wandern, Kulinarik
Von: Daniel

Sehnsucht nach Natur und Genuss?

Kleinwalsertal im Herbst – weil hier sogar die Löcher im Käse einfach nur gut schmecken!


Welche Gedanken kommen einem denn zuerst in den Sinn, wenn jemand die herbstliche Jahreszeit erwähnt? Vielleicht Bilder von bunten Wäldern und fallenden Blättern, vom neuerlichen Schulbeginn oder doch dem Herauswühlen der warmen Kleidung, die die letzten Monate im dafür vorgesehenen Schrank im Keller als Staubfänger fungiert hat?

Wenn die Blätter fallen, denke ich an bzw. freue mich immer auf zwei Dinge. Zum einen ist es das Wandern, weil es im Herbst einfach am meisten Spaß macht, zum anderen ist es die – fassen wir es einfach mal unter diesem weitläufigen Begriff zusammen – Herbstkulinarik.

Sucht man dieses typische Herbstfeeling, so wird man, und das kann ich mit Sicherheit sagen, überall im Alpenraum auf die ein- oder andere Weise fündig, doch gibt es für mich eine Region, in die es mich zur Zeit der fallenden Blätter immer wieder zieht, weil hier – und nein, ich übertreibe nicht – besonders im Herbst einfach alles stimmig ist.

Vielleicht darf ich das anhand meiner Erinnerungen an den letzten Herbst etwas versinnbildlichen: Ende September 2013 war ich für ein paar Tage zu Gast in Mittelberg – ich hab mir in der Alten Krone eine Ferienwohnung gegönnt. Ich weiß gar nicht mehr, wie es zu diesem glücklichen Umstand kam, aber ich hatte die Freude, von Margit Kaufmann eine Privatführung durch die Berglandschaften des Kleinwalsertals zu bekommen. Ich kann euch sagen: Die Lady kennt sich aus! Ich durfte während unserer Wanderung so einigen spannenden und witzigen Anekdoten lauschen (die ich euch jetzt natürlich nicht erzähle – die sind live von Margit erzählt ja tausendmal toller!), die Zeit verging wie im Flug und auf einmal waren wir auch schon wieder im Tal – und näherten uns einigen Marktständen. Es war Freitag und der Walser Wochenmarkt war gerade voll im Gange, wo hiesige Landwirte Produkte aus der Region anboten. Während wir um die Stände flanierten, erzählte Margit von der Küche der Walser.

Ernährung ist, wie der Hausverstand (nein, nicht der von Billa, der eigene!) schon sagt, eine zentrale Säule der Gesundheit. Die ursprüngliche Walser Küche zeichnet sich durch Einfachheit und Ausgewogenheit aus, denn aus dem 19. Jahrhundert stammend war sie damals auf die Bedürfnisse der Bergbauern angepasst. Zu den Grundnahrungsmitteln zählten neben dem Gemüse aus dem eigenen Garten, Milchprodukte und Fleisch, Beeren und Kräuter aus Wald und Flur sowie Getreide und Kartoffeln, die aus der Umgebung importiert wurden. Mit sehr viel Kreativität entwickelten die Menschen die Walser Genussküche immer weiter, wodurch sie zu dem wurde, was sie heute ist. Eines ist jedoch seither immer gleich geblieben – die Regionalität, wofür auch der Wochenmarkt, bei dem wir uns befanden, ein Paradebeispiel war und ist. Besonders spannend waren für mich die heimischen Alpenkräuter und Gewürze, die in der Walser Genussküche eine besondere Rolle einnehmen.

Aber genug vom Schwelgen in Erinnerungen und zurück zu den Erlebnissen, die uns noch bevorstehen! Stellt euch vor, auch dieses Jahr gibt es wieder einen Herbst – und das sogar im Kleinwalsertal! (Man denke an den diesjährigen Sommer zurück und frage sich dabei, ob diese Aussage wirklich so ironisch ist, wie sie klingt.)
Scherz beiseite – in nächster Zeit  gibt’s im Kleinwalsertal im Zuge der Landwirtschaftswochen die ein- oder andere Veranstaltung, an deren Teilnahme man sicherlich die helle Freude hat, wenn man mit Natur, Genuss und Regionalität viel anfangen kann. Mehr dazu unter

http://www.kleinwalsertal.com/de/kleinwalsertal/top-events/landwirtschaftswochen

...also mein diesjähriger Herbst im Kleinwalsertal ist schon gesichert – wie steht’s mit euch? Sehen wir uns dort?

 

Bilder: TVB Kleinwalsertal

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