< Von Hennen und Lodern
28.05.2015 15:51
Kategorie: Kulinarik, Kristina
Von: Kristina

Süßer Sammelspaß

Herrlich bunt und farbenfroh ist die Vielfalt, die uns unsere Fauna im Frühling und Sommer offenbart. Doch nicht nur für die Augen sind diese Jahreszeiten ein Genuss, eigentlich wirken die Eindrücke auf alle Sinne – das wird man bei einem Spaziergang durch den Wald oder entlang eines mit Blumen übersäten Feldes merken.


Nein, ich will beim Lesen dieses Textes nicht einschläfern oder auf eine frühlingshafte Traumreise schicken. Ich will nur zum Thema dieses Artikels langsam hinführen.
Wie jedes Jahr im Frühling, so ca. seit mein Erinnerungsvermögen zurückreicht, galt es an einem mild-warmen Frühlingstag sich in die wild verwucherten Gärten unseres leerstehenden Nachbarhauses zu begeben und Holunderblüten zu sammeln, um daraus einen köstlichen Saft herzustellen. Nach dem Rezept meiner Oma hat das meine Mama übernommen und nun wollte auch ich meine hausfraulichen Qualitäten einmal austesten.
Gesagt, getan. Ein Blick aus dem Fenster sagte mir, dass die wunderschön weißen Blüten am Strauch geradezu darauf warteten, gepflückt zu werden. Bewaffnet mit einer Baumschere und einer Schüssel machte ich mich also auf den Weg, um die Grundzutat für mein Vorhaben zu besorgen. Je nachdem wie viel Saft man herstellen möchte, braucht man eben mehr oder weniger von dem vielseitig einsetzbaren Gut aus der Natur. Meine Beute war schnell gemacht und ich konnte zur Tat schreiten: Dem Ansetzen des Sirups. Dabei bin ich nach folgendem Rezept vorgegangen:

Zutaten für ca. 10 – 12 Liter-Flaschen

50-60 Holunderblüten

5 Liter Wasser

5 kg Kristallzucker

125 g Zitronensäure

2 Zitronen

(evtl. 2 Orangen)

Als erstes wasche ich die gepflückten Holunderblüten immer sanft mit kaltem Wasser ab – man weiß ja nie, was man alles mitgenommen hat bei seiner Ernte;) Dann das Wasser in einem Kochtopf gemeinsam mit dem Zucker kochen, bis sich der Zucker gelöst hat. Die Zitronensäure und die in Scheiben geschnittenen Zitronen zugeben und dieses Gemisch auskühlen lassen. In der Zwischenzeit die Blüten in eine große Schüssel geben und diese mit der Flüssigkeit übergießen. Ab diesem Schritt heißt es erst einmal abwarten. Denn um seinen Geschmack zu entwickeln, muss der Sirup nun - am besten mit einem Deckel abgedeckt - ziehen.
Nach etwa zwei bis vier Tagen die Holunderblüten entfernen, dann die klebrige Flüssigkeit durch ein Sieb seihen und in Flaschen füllen.

So einfach ist die Herstellung von leckerem Holundersirup – gutes Gelingen und viel Spaß J

Holersaft