< Guten Morgen Sonnenschein
08.07.2015 09:25
Kategorie: Nicole, Wandern, Kultur, Events & Ausflüge, Kulinarik
Von: Nicole

Von Natur, Wasserfällen & KochArt ...

Es war heiß! Zu Beginn noch durch angenehm schattige Wälder und vorbei am Wasserfall, später dann durch die brütende Hitze des Landschaftsschutzgebietes, um dann als Belohnung regionale Schmankerl zu verkosten – das war meine Kurzwanderung vom Samstag ins Landschaftsschutzgebiet Spertental inmitten der Kitzbüheler Alpen.


Ausgangspunkt: Kirchberg in Tirol
Ziel
: Labalm (1.264 m, am Fuße des Großen Rettensteins)
Schwierigkeitsgrad:
leicht
Dauer
: ca. 2 h - mit ausgiebiger Fotopause beim Wasserfall ;)

Klar, die meisten würden bei diesem schwülen Wetter lieber am Badesee ins kühle Nass springen. Da ich aber wieder einmal meine Wanderschuhe auspacken wollte, stand eine kleine Wanderung am Vormittag auf dem Programm (schwimmen konnte ich immer noch am Nachmittag). Um der Hitze jedoch nicht völlig ausgeliefert zu sein, entschieden meine Mama und ich uns für eine kurze Wanderung zur Labalm am Fuße des Großen Rettensteins, wo wir nach einer kleinen aber feinen Mittagspause wieder den Heimweg antreten wollten.

Zuerst ging’s also bequem mit dem Auto von Kirchberg in Tirol Richtung Aschau, wo wir das Auto auf dem Parkplatz Ebenau, direkt vor dem Mautschranken, stehen ließen, um unsere Kurzwanderung um ca. 09.30 Uhr in den Unteren Grund zu starten. (Und wer sich bei dieser Hitze lieber nicht überanstrengen oder allzu sehr bewegen wollte, konnte auch die Mautgebühr von  € 4,- bezahlen und bis direkt vor die Haustüre der Labalm fahren.) Nach dem Mautschranken führt der Schotterwanderweg direkt neben der Straße entlang durch einen herrlich schattigen Wald und ein bisschen bergauf. Nach ca. 20 min gemütlichen Wanderns hörten wir auch schon das erste tosende Geplätscher des sich nähernden sagenumwobenen Wasserfalls. Eine letzte Biegung noch und wir konnten schon von weitem die neu errichtete Aussichtsbrücke entdecken, die einen super Blick auf den Wasserfall bietet. Das mussten wir natürlich ausführlich mit Fotos dokumentieren. Neben der Hängebrücke wurden auch einige interessante Schautafeln, die über die Flora und Fauna des Brixtentals informieren, aufgestellt genauso wie eine gemütliche Sitzbank, die im perfekten Brixentaler Dialekt „Huck di nieda, sei nit z’wida“ zum Pause machen einlädt.

Nach diesem leichten Anstieg durch den schattigen Wald, ging’s zwar eben weiter, dafür aber in der prallen Sonne. Dabei kamen wir auch an der Schaukäserei Kasplatzl vorbei, bei der man neben selbstgemachten Speck- und Käsespezialitäten auch dem Käser bei der Arbeit über die Schulter schauen kann. Da aber unser eigentliches Ziel die Labalm war und es schon gegen Mittag zuging und daher immer heißer wurde, setzten wir unsere Wanderung fort. Ab hier sind es laut Beschilderung nur noch 30 min bis zur Labalm. Davor musste aber noch die steilste Steigung der Wanderung überwunden werden. Wir mobilisierten noch einmal unsere letzten Kräfte und mit der Aussicht auf ein leckeres Mittagessen, überwanden wir unter der Sommersonne schließlich auch die letzten paar Meter.

Geschafft und verschwitzt, gleichzeitig aber auch stolz und voller Vorfreude setzten wir uns auf eine gemütliche Bank auf der Sonnenterrasse der Labalm und ließen uns unser wohlverdientes Mittagessen – köstliches „Labpfandl“ (Schweinefilet im Speckmantel auf Rahmsauce mit Butterspätzle) & Salatteller „Spertental“ (mit gegrillten Schweinefiletscheiben und gerösteten Brotwürfeln) – schmecken und genossen die Aussicht auf den Großen Rettenstein. Als Teil der Brixentaler KochArt zeichnet sich die Labalm nicht nur durch köstliche Tiroler Schmankerl aus, sondern auch durch die Verwendung von qualitativ hochwertigen, regionalen Produkten aus der heimischen Landwirtschaft.  Glückliche Kühe, die ihre Sommerfrische auf den Almen verbringen und gesunde Alpengräser und –blumen verspeisen, sowie Biohendel, Brixentaler Lamm und Almschwein uvm.– hier kommt nur Hochwertiges aus der Region auf den Teller.

Nach einer ausgiebigen Pause traten wir auch schon wieder den Heimweg an. Auf dem gleichen Weg gingen wir wieder zurück zu unserem Auto. Und da es dieses Mal die meiste Zeit bergab ging, schafften wir die Strecke auch in 40 min. Da die Sonne jetzt ziemlich unbarmherzig vom Himmel schien, entschieden wir uns, unsere Wanderung mit einem Besuch in der Kneippanlage Aschau, die direkt neben dem Parkplatz zu finden ist,  zu „begießen“. Herrliche erfrischende Armbäder und Fuß-Kneippbecken, anregende Trampelpfade mit Steinen und Nadelhölzern für grobe und feine Fußreflexzonenmassagen sowie ein Trinkbrunnen mit köstlichen Tiroler Quellwasser waren genau das richtige für unsere erhitzten und müden Körper. Erfrischt und beschwingt konnten wir schlussendlich den Heimweg antreten.

Wanderweg Landschaftsschutzgebiet Spertental

Ab durch den Wald

Sagenumwobener Wasserfall

Informative Schautafeln

Schaukäserei Kasplatzl

Dem Käser über die Schulter blicken ...

Ausblick auf den Großen Rettenstein

Labalm

Köstliche regionale Schmankerl der Brixentaler KochArt

Erfrischender Bach

Kneippanlage Aschau