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15.09.2015 16:51
Kategorie: Wandern, Kristina
Von: Kristina

W Wie Wandern

... oder fast könnte man auch schon schreiben „W wie What else“. Nun gut, was dem einen das Faul-Sein und auf der Couch liegen ist oder eine andere Freizeitbeschäftigung, ist bei mir eben das Wandern. Man bewegt sich, ist in der frischen Luft und schüttet viel Adrenalin aus, wenn man das gesteckte Ziel, den Gipfel erreicht hat.Zu einem Gipfel reichte es diesmal nicht, frische Luft, Bewegung und ein traumhaftes Panorama bekamen wir bei unserem Ausflug auf die Aldranser Alm aber dennoch.


Wieder einmal erwartete mich beim Blick aus dem Fenster ein Spätsommer-Morgen wie er im Buche steht: Ein blauer Himmel und angenehme Temperaturen begrüßten mich, der Entschluss die Wanderschuhe zu schnüren und den Rucksack zu packen war also schnell gefasst.
Mit dem Auto ging’s von Innsbruck bis nach Sistrans, dem Ausgangspunkt unserer kleinen Tour. Durch Wohngebiet, über Felder und Wiesen, vorbei an wunderbar blühenden Sonnenblumen führte uns der Weg zum Forstweg bis zur Aldranser Alm. Diese Strecke ist auch für Mountainbiker bestens geeignet, denn die Alm kann auf dem breiten Weg perfekt mit dem Rad angefahren werden. Einige kleine Anstiege mussten wir bewältigen, dann folgte wiederum ein flacheres Stück – perfekt um sich nebenbei unterhalten zu können (und das ist schon ein nicht unwichtiger Faktor, wenn sich zwei Mädels zu einer Wanderung entschließen). Nach einiger Gehzeit machten wir die ersten Entdeckungen: Direkt neben dem Weg sprießen kleine Pilze aus dem Boden – leider ungenießbar, aber schön anzusehen. Nach weiteren zwei Serpentinen ein erster Hinweis: Ein kleines Schild mit der Markierung „noch 3 Kilometer“ ließ uns erahnen, dass es noch ein Stück bis zum Ziel sein würde. Auf der gesamten Strecke lohnte es sich wirklich auch immer wieder einen Blick nach links uns rechts zu riskieren: Egal, ob das wunderbare Panorama auf Innsbruck, kleine, erst kürzlich von Schülern gepflanzte Jungbäume oder der von der Jungbauernschaft in Schuss gehaltene Wald – hier lehrte uns die Natur ihre ganze Schönheit. Die Hinweise mit zwei und einem Kilometer ließen wir in Windeseile hinter uns und schon bald wies uns die letzte Markierung mit „noch 200 Meter“ auf das in greifbarer Nähe liegende Ziel hin.

Doch etwas außer Atem und froh darüber, nun auf der Sonnenterrasse der Aldranser Alm zu sitzen, ließen wir uns auch zu einem kleinen Einkehrschwung hinreißen. Bei Nudelsuppe und Zwetschgenkuchen blies uns der immer stärker werdende Wind ordentlich um die Nase und aufziehende Wolken bedeuteten uns, den Rückweg anzutreten.

Da dieses Gebiet sowohl für mich, als auch meine Begleitung wandertechnisches „Neuland“ waren, führte auch der Rückweg über den Forst- und anschließend den Wiesenweg zurück nach Aldrans, wo wir zufrieden, mit einigen Kilometern in den Beinen und einer komplett vom Wind zerzausten Frisur die Heimfahrt antraten.