02.01.2014 14:11
Kategorie: Skifahren

Weihnachtsferien sind Skiferien!

Für so manch jüngsten Sportbegeisterten scheint das neue Jahr gleich mit Training für den Weltcup in 10 Jahren zu beginnen…


Wie ihr alle wisst bzw. vermutlich am eigenen Leib verspürt habt, sind die vergangenen Tage ein hundertstündiges „Sit-In“ gewesen, die mit Essen, Trinken und so richtig faulem Rumsitzen im Überfluss aufwarteten. Deshalb haben wir uns gedacht, dass es absolut an der Zeit für Sport und frische Luft ist. Bis wir ausdiskutiert hatten, was wir nun tatsächlich machen, war der halbe Tag schon vorbei (ja, ich weiß – sehr sinnvoll ;-)), wir haben es schlussendlich dennoch geschafft, uns auf eine Winterwanderung zu einigen, die uns – und wenigstens waren wir uns in dieser Sache recht schnell einig – nach Niederthai im Ötztal führte. Um ehrlich zu sein bin ich in Sachen Winterwanderungen nicht gerade ein führender Experte, dennoch erlaubt mir als Mitglied der Männerwelt der Stolz natürlich nicht, trotz kompletter Orientierungslosigkeit nach dem Weg zu fragen. Behauptend zu wissen, wo wir hinmüssen, haben wir unser Auto irgendwo am Wegrand in Niederthai abgestellt und sind dann unter meiner – wohlbemerkt ratenden – Führung ziellos in die Botanik marschiert. Viele AHs und OHs durfte ich vernehmen, während ich immer wieder hoffte, dass wir nicht zu viele Abzweigungen passieren würden. Mittlerweile hatte ich so das Gefühl, dass sich unsere „kleine Wanderung“ zu einem Abenteuer á la „Indiana Jones“ entwickeln würde, mulmig wurde mir dann schließlich, als ich absolut keine Ahnung mehr hatte, ob wir überhaupt noch im Ötztal waren oder schon im Urwald, und es dann plötzlich im Busch zu rascheln begann. Aus dem, was vermutlich eine Maus oder so war, machte ich in meiner Phantasie natürlich sofort eine Horde bengalischer Tiger und brüllte: „LAAAAUFT!“ Dass mein Gebrülle niemanden wirklich gejuckt hat, habe ich dann realisiert, als ich nach 15 Minuten – offensichtlich im Kreis laufend – wieder bei meinen Leuten angekommen bin, die mich teils grinsend, teils lachend empfangen haben. Wir sind dann auf eine Wandergruppe gestoßen – Gäste vom Falknerhof, wie wir dann erfahren haben. Mit denen sind wir dann auch noch mit zum Falknerhof und haben uns dort ein Gläschen gegönnt, während ich unseren neuen Freunden von meiner ersten absoluten Peinlichkeit in diesem Jahr erzählte - und dieses Jahr ist wahrlich noch nicht alt, aber ich habe es bereits geschafft, wieder einmal den Klassenclown zu spielen! ;-)

….und ja, ich frage mich im Moment dasselbe wie ihr: Wie kann man gedanklich bloß so UNGLAUBLICH WEIT abschweifen? Wovon ich eigentlich sprechen wollte, ist folgendes:
Wir sitzen also im Falknerhof bei einem Gläschen, während ich aus dem Fenster schauend die Geschehnisse vor der Tür beobachtet habe. Mein Blick blieb bei den beiden Skiliften hängen. Zuerst dachte ich mir, dass da doch einige Kinder sind, dann wurden es viele, dann waren es plötzlich beinahe nur Kinder. Als ich Frau Falkner darauf ansprach, erklärte sie mir, dass viele Gäste speziell wegen den Kinderskiwochen mit ihren Familien nach Niederthai kommen. Die Vorteile waren mir dann sofort klar: Niederthai ist ein idyllisches, ruhiges Plätzchen, vom Skifahren her auch noch eher ein Geheimtipp, also nicht überlaufen oder Ähnliches – und der Übungslift für die Kinder befindet sich nur wenige Meter vom Hotel entfernt. Hier regieren also ganz klar die Kids die Pisten, und das Tag für Tag – wenn hier nicht die Weltcup-Sieger der Zukunft zu finden sind, dann weiß ich auch nicht! ;-)

 

 

Kinderski

Kinder beim Skifahren

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